by Lea Fröhlicher und Olivia Hegetschweiler

Attis-Adventures 3000

Die während der Kettenreaktion 2019 realisierte Intervention Attis-Adventures 3000 bietet vielfältige Freizeit-Erlebnisse im Attisholz-Areal an.

Ausgangspunkt für die Installation Attis-Adventures 3000 ist der eckseitig gelegene Raum am Ende der Werkstatt. Die ehemalige Raumfunktion sowie die Architektur mit der Schaltersituation inspirierten Lea Fröhlicher und Olivia Hegetschweiler zu dieser Arbeit. Attis-Adventures 3000 ist ein augenzwinkernder Kommentar auf die aktuelle Arealentwicklung der ehemaligen Cellulose Fabrik Attisholz. Dabei spielen Stichworte wie Unterhaltungsindustrie, Erlebnis-Kreationen, Spassgesellschaft und Wirtschaftlicher Wachstum eine Rolle. Wie wird sich wohl das Attisholz-Areal über die Jahre entwickeln?

Ortsspezifische Installation

Von weitem sieht man die neu gestrichene farbige Front. Auf der Tafel oberhalb der Türe ist „Attis-Adventures 3000“  zu lesen. Dieser Shop scheint, von aussen her betrachtet, gerade erst eröffnet worden zu sein und auf Kunden zu warten. Die Türe zum Raum ist jedoch geschlossen, die Besuchenden können nur durch das geschlossene Schalterfenster in den Raum hineinschauen. Zu sehen ist eine etwas merkwürdige Bürosituation, eingerichtet mit einem Pult, Bürostuhl, Kaffeemaschine, Aktenvernichter, Pinnwand und persönlichen Gegenständen der Mitarbeiterinnen. Der Arbeitsplatz ist mit liebevollen Details eingerichtet und wirkt etwas aus der Zeit gefallen.

Auffallend ist, dass die Installation nur den rechten vorderen Bereich des Raumes einnimmt. Darüber hinaus ist immer noch der ursprüngliche Zustand des Raumes zu erkennen. Nicht alles ist durch die «Pinselrenovation» der Künstlerinnen erneuert worden. So ist eine Art Backstage-Bereich entstanden, welcher den Blick hinter die Kulissen eröffnet – der hier aber genauso wie die Bürosituation sichtbar ist.

Spuren der früheren, hier statt gefundenen Arbeiten sind noch zu sehen. Schmutzige zerbrochene Fenster lassen ein Gefühl des Stillstandes und des Zerfalls bei den Besuchenden entstehen.

Links und rechts neben dem Schalterfenster sind diverse laminierte A4-Blätter mit so genannten Attis-Adventures-Angeboten platziert. Deren Gestaltung ist bunt und aufdringlich. Die Angebote selber wirken etwas fragwürdig und irritierend. Zur Auswahl stehen zum Beispiel Bungee-Jumping vom Säureturm, eine Fondue Rikscha Fahrt oder Urban Bouldern.

 

Zur Aktion

Ein wichtiger Teil der Arbeit ist die Interaktion mit den Besuchenden während der dazugehörenden performativen Situation, welche an drei Daten statt findet. Die Besuchenden erhalten am Schalter bei Attis-Adventures 3000 eine Beratung zur Buchung eines Attis-Adventures-Angebotes. Im Fokus der Aktion stehen das Beratungsgespräch, die Organisationsarbeiten der Mitarbeiterinnen und das Vermitteln eines Angebotes. Dabei kann ein Austausch über die Arealsituation, dessen Möglichkeiten und Perspektiven, Zukunftsaussichten, Visionen und Vorstellungen entstehen. Aspekte der Kommunikation, Arbeits- und Organisationsabläufe sowie Bestell- und Serviceprozesse spielen ebenso eine Rolle wie auch der Gedanke «Internetkauf versus persönliches Beratungsgespräch».

Links:

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An alle Raubritter und Wegelagerer:

Text: Lea Fröhlicher

Beitragsbild: © Lea Fröhlicher

Bearbeitung durch Redaktion Campus –Attisholz

 

 

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