by Strotter

STROTTER INST. - Konzertperformance#183 "Faserbrei"

#183 "Faserbrei"
Dieser Brei ist ein Zwischenprodukt bei der Zelluloseherstellung

So wie die Strotter einst am Rande der Gesellschaft in der Kanalisation nach gestocktem Fett fischten, um dieses für ein paar Rappen an Seifen- und Kerzenfabriken zu verkaufen, steht Strotter Inst. am Rande zu Kunst und Musik.

Durch die Arbeit an alten, umgebauten Lenco Plattenspielern, sowie weiteren weggeworfenen oder vergessenen Überbleibsel des Kulturbetriebes, entstehen polymorphe Klang- und Rythmusstrukturen als im Raum hängengebliebene, sich ändernde Zustände. Kurz bevor man sich mit ihnen eingerichtet hat brechen sie auseinander und fügen sich, erst rekonstruktiv erschlossen, neu zusammen.
Die anachronistisch anmutenden Objekte und deren installative Behandlung erweiteren die akustische Ebene um die Visuelle (Das Anhängsel Inst. kann sowohl für Instrument als auch für Installation stehen). Die in der zeitgenössischen Populärmusik aktuellen Soundstrukturen werden trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer analogen Bearbeitung nachvollziehbar und ergeben eine überraschend aktuelle und eigenständige Atmosphäre in Raum und Zeit.

Raum ist kein architektonisches Phänomen, sondern der Zwang sich zu definieren. Dem versucht Strotter Inst. sich zu entziehen, während die Kunst müde und aufgedunsen bei den Nachfolgern der Offiziersbälle ausgelassen tanzt.

Strotter live in Bamberg

 

Live generiert Strotter Inst. ausgehend von präparierten Lencos, sowie weiteren weggeworfenen oder vergessenen Überbleibsel des Kulturbetriebes, Klang- und Rhythmusstrukturen von einzigartiger Dichte. Das Spektrum der Musik von Strotter Inst. reicht von flächigen Geräuschlandschaften bis zu polyrhythmisch verdichteten Eruptionen. Die anachronistisch anmutenden Klangkörper und deren objektartiger Charakter treiben ein doppeltes Spiel: Die Installation besticht optisch, mit zunehmender Entwicklung aber lenken die Töne die Aufmerksamkeit auf sich, so erhebt sich über die Installation hinaus die zweite, auditive Ebene. Die in der zeitgenössischen Populärmusik aktuellen Soundstrukturen werden trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer analogen Bearbeitung nachvollziehbar und ergeben eine eigenständige und überraschend aktuelle Atmosphäre im jeweiligen Raum. Als Tonträger kommen überarbeitete Schallplatten (zerschnitten, beklebt, ergänzt, abgeschabt, etc.) und andere Materialien (Stoff, Metall, Karton, Papier, Filz, etc.) zum Einsatz. Zudem sind die Tonzellen manipuliert oder umgebaut. Anstelle des Diamanten sind z.B. Geigensaiten,
Drahtfedern oder Nähnadeln angelötet.
Strotter Inst. bevorzugt nicht auf einer Bühne, sondern in der Mitte des Publikums zu spielen. Die Installation der Plattenspieler erfolgt nach den Gegebenheiten des Raumes. Die Grundstrukturen werden für jedes Konzert neu in Notationen vorbereitet. Das Set wird live an die Begebenheiten des Ortes und an die materialbedingten
Unreinheiten angepasst. Jeder Auftritt von Strotter Inst. wird zu einem akustisches Original.

Zur Webseite von Strotter

Samstag 07. September / 16.00 - 22.30
18.00 / 19.30 #183 „Faserbrei“ Soundperformance im Attis-Kino

 

An alle Raubritter und Wegelagerer:

Text: Strotter

Beitragsbild: © Strotter

Bearbeitung durch Redaktion Campus –Attisholz

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